Über Fanø Schiffsrum

Unsere Inspiration und Geschichte

NATÜRLICHE ZUTATEN

Bei Fanø Schiffsrum setzen wir die Schiffsrumtradition fort. Unsere Produkte basieren auf einem Rum, der in Jamaika destilliert und anschließend auf Fanø veredelt wird. Die Verarbeitung besteht aus einem zweistufigen Lagerungsprozess. Zunächst wird der Rum mit verschiedenen natürlichen Zutaten, darunter Fanøer Heiden Honig, Sanddorn und Madagaskar-Vanille, verfeinert und gelagert. Anschließend wird der Rum in Eichenfässern nachgelagert, die zuvor Portwein enthielten. Wie auf den großen Segelschiffen würzen und lagern wir unsere Produkte bei hohem Alkoholgehalt. Der hohe Alkoholanteil sorgt dafür, dass mehr Aroma aus den natürlichen Zutaten und der Lagerung gewonnen wird – was dem Rum letztendlich einen intensiveren Charakter verleiht.

DIE SCHIFFERSRUMTRADITION

Seit dem 18. Jahrhundert verbindet man die Geschichte des Rums mit großen Segelschiffen und dem harten Leben an Bord. Rum wurde schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Schiffproviants, damit die Seeleute den harten Bedingungen standhalten konnten. Zusätzlich war der Schiffsrum ein fester Bestandteil der Besatzungsvergütung.

Um den gekauften Rum trinkbar zu machen, fügten die Seeleute Zucker und verschiedene regionale Gewürze hinzu. Zitrusfrüchte wurden ebenfalls hinzugegeben, was dazu beitrug, der gefürchteten Krankheit Skorbut vorzubeugen. Nicht zuletzt wurde der Rum in Fässern an Bord gelagert, was für zusätzlichen Geschmack und eine goldene Farbe sorgte.

Der Rum wurde traditioneller Weise bei hohem Alkoholgehalt gewürzt und gelagert und anschließend vor dem Trinken mit Wasser vermischt. Um den Alkoholgehalt des Rums zu bestimmen, verwendete die englische Marine bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts den “Gunpowder Proof Test”. Sie mischten eine geringe Menge Schießpulver mit dem Rum: wenn es durch Zündung in Brand geriet, waren es mindestens 57% Alkoholgehalt – und damit „Gunpowder Proof“. Dies sorgte unter anderem dafür, dass für schlechten Rum nicht zu viel gezahlt wurde. Außerdem bedeutete dies auch, dass das Schießpulver des Schiffes bei undichten Rumfässern nicht zerstört wurde.

DIE LIEBE ZU RUM UND ZU SEGELSCHIFFEN

Fanø Schiffsrum wurde von Lars Jensen Schou gegründet. Durch seine große Liebe zu Rum und inspiriert von der Fanøer Geschichte der Segelschiffe, hat Lars J. Schou sich zum Ziel gesetzt, einen Qualitätsrum zu erschaffen, der den Geschmack der exotischen Karibik und des Pazifischen Ozeans vereint. Viel Zeit wurde mit dem Mischen und Würzen in der Produktion verbracht – und eine Menge Rum getrunken -, bevor der erste Fanø Schiffsrum (Die Meerjungfrau) 2015 das Licht der Welt erblickte.

Heute ist Fanø Schiffsrum ein Familienunternehmen mit zwei Generationen an Bord. Wir verbringen noch immer viel Zeit damit, neue Rum-Mischungen zu kreieren und verschiedene Zutaten zu testen. Unsere beiden Produkte „Die Meerjungfrau“ und „Der Seemann“ haben bei der renommierten „International Wine and Spirit Competition“ (IWSC) 2019 Silber und Bronze gewonnen.

FANØ – EINE ALTE SEEFAHRTSKULTUR

Segelschiffe und Seefahrt sind zentrale Bestandteile der Geschichte und Kultur von Fanø. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts, für etwa 100 Jahre, schufen die Fanøer eine beeindruckende Segelflotte, die auf den sieben Weltmeeren segelte und Waren in alle Welt transportierte.

Die Inspiration für Fanø Schiffsrum stammt von einem der unverwechselbaren Segelschiffe, Doris Brodersen, welches zeitweise Teil der großen Segelschiffflotte von Fanø war.

Das komplette Rigg wurde 1875 in Flensburg gebaut und nach der Frau des Reeders benannt. Seit 1875 stand es unter dänischer Flagge und segelte jahrelang Rum und Zucker von St. Croix, St. Thomas und St. John nach Flensburg. Hier wurde der Rum gewürzt und in den vielen Rumhäusern gelagert. Anschließend wurde er als der berühmte Flensburger Rum verkauft, wobei jedes Rumhaus seine eigene besondere Mixtur in ihren Rum einbrachte.

Doris Brodersen wurde 1890 nach Fanø verkauft, 1892 auf Bark umgerüstet und gehörte bis 1908 zur Segelschiffflotte von Fanø, bevor es nach Italien verkauft wurde. Das Schiff wurde 1913 auf Bermuda kondemniert.

Doris Brodersen kann heute als Modellschiff in der Nordby Kirche besucht werden, wo es Teil der Kirchenschiffe ist.